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ᐅ Nacktschnecken bekämpfen: Adieu schleimige Plagegeister [2023]

Autor: Karl-Tim Ibald

Nacktschnecken gelten als große Plage für jeden Garten. Die kleinen Weichtiere kriechen meist in ganzen Horden in der Nacht durch die Gärten und zerstören dabei Blumen und Beete. Vor allem bei feuchter Witterung sind die Schnecken kaum aufzuhalten und zeichnen sich durch einen enormen Fressdrang aus. Doch wie können Sie effektiv Nacktschnecken bekämpfen und Ihren Garten vor den Plagegeistern schützen?

 

Was sind Nacktschnecken?

Nachtschnecken gehören zur Gattung der Schnecken – besitzen jedoch kein Gehäuse. Gartenbesitzern bereitet aber vor allem die bei uns bekannte Spanische Wegschnecke große Sorgen. Diese macht sich mit Vorliebe über Blumenrabatte und Gemüsebeete her und richtet auf diese Weise immense Schäden an.

 

Da die Spanische Wegschnecke so gut wie keine natürlichen Fressfeinde hat, liegt es demnach am Menschen diese Nacktschnecken zu bekämpfen.

 

  • Die Spanische Wegschnecke gilt als wirtschaftlich bedeutsamer Schädling in Deutschland und treibt ihr Unwesen sowohl in der Landwirtschaft wie auch in Haus- und Nutzgärten.
  • Nacktschnecken sondern extrem viel Schleim ab, sodass sie so gut wie keine natürlichen Fressfeinde haben.
  • Vor allem im Frühjahr kann es im Garten und Co. zu einer regelrechten Plage kommen, da sich die Nacktschnecken in dieser Zeit paaren.

Je nach Art können Nacktschnecken zwischen 2,5 und 15 cm lang werden. Neben der Spanischen Wegschnecke sorgen zudem die Große Wegschnecke und die Genetzte Ackerschnecke hierzulande für Probleme.

Nacktschnecken erkennen – darauf müssen Sie achten

Die Nacktschnecke an sich lässt sich relativ einfach erkennen und unterscheidet sich, aufgrund des fehlenden Gehäuses, von anderen Schneckenarten. Nacktschnecken können zudem unterschiedliche Farben und Muster aufweisen. Aufgrund der veränderten Temperaturen werden immer mehr Regionen von den Tieren heimgesucht.

 

Selbst wenn die Nacktschnecken nicht auf frischer Tat bei ihren Fressorgien erwischt werden, gibt es doch charakteristische Hinweise, die auf einen Befall schließen lassen. So kann die silbrig-glänzende Schleimspur, die die Tiere hinterlassen, auf den ersten Blick erkannt werden. Darüber hinaus können meist auch grau-grün gefärbte Kothäufchen in den Beeten und Co. gefunden werden.

 

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Nacktschnecken an verschiedenen Orten bekämpfen

Tagsüber lieben es die Tiere, sich an eher verwinkelten Orten aufzuhalten. Auf diese Weise wollen sich die Nacktschnecken vor dem Austrocknen schützen. Dementsprechend können die Schädlinge beispielsweise zwischen:

 

  • Hölzern
  • Felssteinen
  • Mauerresten

gefunden werden. In der Nacht machen sich die Weichtiere dann über Blumen und Gemüse her und zerstören auf diese Weise die wertvolle Ernte.

 

Nacktschnecken bekämpfen mit Schneckenzäunen

Ein Schneckenzaun ist eine hervorragende Möglichkeit, um Gemüsebeete vor den Schädlingen zu schützen. Diese Zäune werden in verschiedenen Modellen angeboten und garantieren, dass die Schnecken die Oberkante nicht überwinden können. Wichtig ist beim Aufstellen, dass die Ecken ohne Lücken aneinanderstoßen.

 

Allerdings sollte beim Aufstellen eines Schneckenzauns berücksichtigt werden, dass diese keinen 100 %igen Schutz vor kleinen Schnecken bieten.

 

Schutzringe im Kampf gegen die Schädlinge

Um Nacktschnecken bekämpfen zu können, bieten sich sogenannte Schutzringe an. Mit diesen können besonders gefährdete Pflanzen geschützt werden. Für die Schutzringe werden Materialien wie Gesteinsmehl, Sand, Kalk oder Nadelholz-Sägemehl kreisförmig um die jeweiligen Pflanzen gestreut.

 

Der große Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass der Schutzring vor allem nach Regen immer wieder erneuert werden muss, da das Wasser die Wirkung aufhebt.

 

Nacktschnecken bekämpfen mit Laufenten und Fadenwürmern

Damit Sie Ihren Garten von den Nacktschnecken befreien können, bieten sich auch Nützlinge wie Laufenten oder Fadenwürmer an. Laufenten gehören unter anderem zu den wenigen Fressfeinden der Spanischen Wegschnecke, sodass auf diese Weise einem Befall entgegengewirkt werden kann.

 

Aber auch spezielle Fadenwürmer, besser bekannt unter dem Namen Nematoden, gelten als Parasiten für Nacktschnecken und können diese auf natürliche Weise bekämpfen. Für eine optimale Beseitigung der Schnecken sollten die Fadenwürmer allerdings nur in der Nähe von Gewässern eingesetzt werden.

 

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Warum muss man Nacktschnecken bekämpfen?

Nacktschnecken sind lästig und kennzeichnen sich vor allem durch ein enormes Schadbild, das die Weichtiere im Garten oder in der Landwirtschaft hinterlassen. Neben dem Abfressen der Blattränder hinterlassen die Schädlinge auch oftmals Löcher in den Pflanzen. Auf diese Weise zerstören die kriechenden Pflanzenfresser ganze Gemüsebeete und mindern die mögliche Ernte.

Nacktschnecken natürlich bekämpfen oder chemisch?

Je nachdem, wie groß der Befall der Schädlinge im eigenen Garten ist, kann es durchaus notwendig sein, chemische Mittel einzusetzen, um die Nacktschnecken bekämpfen zu können. Besonders beliebt ist in diesem Fall das bekannte Schneckenkorn. Bei der Anwendung ist allerdings Vorsicht geboten. Besitzt das Schneckenkorn den Wirkstoff Metaldehyd, kann es für Mensch und Haustier giftig sein.

 

Dementsprechend sollte Schneckenkorn immer nur entsprechend der Herstellerangaben verwendet werden. Schneckenkorn kann aber nur dann einen gewünschten Erfolg erzielen, sofern es frühzeitig zum Einsatz kommt. Im Idealfall wird bereits im März oder April auf dieses Mittel zur Beseitigung der Schnecken zurückgegriffen.

Schneckenpaste als natürliche Alternative

Frei von jeglichen Giftstoffen und somit auch vollkommen unbedenklich für Mensch und Haustier ist hingegen die Schneckenpaste. Diese wird entlang an Mauern oder Topfrändern angebracht und sorgt mit einem speziellen Duftstoff dafür, dass die Nacktschnecken fernbleiben.

 

Der große Vorteil der Schneckenpaste ist, dass selbst feuchte Witterung der Wirkungsweise nichts anhaben kann und diese somit nicht stetig erneuert werden muss.

 

Nacktschnecken bekämpfen – Hausmittel

Sie können auch auf bewährte Hausmittel zurückgreifen, um die Nacktschnecken in Ihrem Garten zu bekämpfen. Besonders geeignet zur Beseitigung von diesen Schädlingen sind:

 

  • Salz
  • Bier
  • Koffein
  • Lavendel und Thymian

Mit Salz Nacktschnecken vernichten

Bei der Verwendung von Salz als Waffe gegen Nacktschnecken können Sie eine unmittelbare Wirkung erwarten. Denn den Schädlingen wird auf diese Weise die Feuchtigkeit entzogen. Eine Spur aus Salz kann im Garten ausgelegt werden, damit die Schnecken den Wirkstoff aufnehmen. Alternativ können die Schädlinge auch mit Salz bestreut werden.

 

Bier, um die Schädlinge vertreiben

Ein Klassiker unter den Hausmitteln gegen Nacktschnecken ist auch die Bierfalle. Dafür wird ein Glas mit Bier gefüllt und so im Boden vergraben, das es noch ein Stück herausragt. Durch den Geruch werden die Tiere angelockt und ertrinken anschließend in der Falle.

 

Nacktschnecken bekämpfen mit Koffein

Auch durch den Einsatz von Koffein können die Nacktschnecken aus dem Garten vertrieben werden. Am besten eignet sich Kaffeesatz, der durch seine Bitterstoffe die Schnecken abschreckt. Der getrocknete Kaffeesatz kann demnach einfach über die Beete gestreut werden. Auch für einen Schutzring eignet sich Kaffeesatz hervorragend.

 

Pflanzen, die Nacktschnecken nicht mögen: Lavendel und Thymian

Pflanzen wie Lavendel und Thymian gelten ebenfalls als Hausmittel gegen Nacktschnecken. Die Weichtiere mögen den Geruch nicht sonderlich und halten sich dementsprechend von den Bereichen fern.

 

Vor allem im Garten und in der Landwirtschaft können Nacktschnecken großen Schaden anrichten. Dementsprechend ist es wichtig, frühzeitig zu agieren und die Schädlinge zu bekämpfen. Dabei kann sowohl auf chemische Schädlingsbekämpfung als auch auf die biologische Bekämpfung zurückgegriffen werden – je nachdem wie groß der Befall ist.

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