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ᐅ Hausmutter: So bekämpfen Sie den unerwünschten Gast [2023]

Autor: Karl-Tim Ibald

Die Hausmutter hatte sicherlich jeder schonmal in den eigenen vier Wänden zu Besuch. Meist entdecken wir diese Besucher nichtsahnend an der Zimmerwand oder direkt bei dem Versuch, in unsere Lampen einzudringen. Dieser kleine Begleiter ist seit jeher ein treuer, wenn auch oft nicht gewollter, Begleiter der Menschen.

Was ist eine Hausmutter?

 

  • Merkmale
  • Die Raupe
  • Lebensräume und Bekämpfung

Dies Exemplar ist eine Schmetterlingsmücke der Familie der Eulenfalter. Diese Falter dringen meist nachts durch offene Fenster in die Häuser ein, um den Tag über dann zu ruhen. Aufgrund von diesem Verhalten haben sie auch den Namen erhalten. Neben der nervigen Angewohnheit ins Licht fliegen zu wollen, gehen von Ihr jedoch keine Gefahren aus. Besonders gut erkennen kann man diese kleinen Falter daran, dass bei diesen im Verhältnis zu den Hinterflügeln, die Vorderflügel recht schmal erscheinen.

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Hausmutter erkennen – darauf müssen Sie achten

Bei diesem Falter handelt es sich um ein recht großen Nachfalter, welcher eine Flügelspannweite von 50 – 60 Millimeter und eine Flügelfarbe von einem hellbraun über ein gelb bis hin zu einem dunkelbraun hat, welches fast schwarz erscheinen kann. Man unterscheidet hier in drei Typen.

 

Typ 1 ergibt eine Farbe der Männchen von einem dunkelbraun und die Weibchen sind in einem rotbraun gefärbt. Beim Typ 2 sind die männlichen Exemplare gelbbraun, mit einer dunkelbraunen Zeichnung und die Weibchen sind einfarbig gelbbraun. Die Männchen und Weibchen des dritten Typs sind einfarbig grau. Am auffälligsten sind bei diesem Tier die gelben Hinterflügel. Diese Signalfarbe wird genutzt, um Fressfeinde zu überraschen und den Schreckmoment zur Flucht zu nutzen.

 

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Hausmutter Raupe – wie sieht sie aus?

Die Raupe erreicht eine Länge von bis zu 50 Millimeter. Je nach Larvenstadium können diese eine grünliche Färbung im früheren oder eine bräunliche im späteren Stadium haben. Am Rücken besitzen diese Raupen eine schmale und gelbliche Linie, welche gemeinsam mit weiten Nebenrückenlinien, welche ebenfalls gelblich sind, auftritt. Durch dieses eher schlichte aussehen sind sie gut zu anderen weißen oder deutlich farbenfroheren Raupen zu unterscheiden. Die Puppe dieser Tiere ist rotbraun und hat einen kurzen Kremaster, welcher wiederum mit zwei Dornen bewehrt ist.

Hausmutter an verschiedenen Orten bekämpfen

Diese Vertreter der Eulenfalter besiedelt ganz Europa, Nordafrika sowie auch Vorderasien und Russland. Die Falter sind von Juni bis Oktober, vereinzelt auch bis November aktiv. Bei zu hohen Temperaturen legen diese Falter eine Ruhepause ein und es kann auch zu besonders heißen Sommern beobachtet werden, dass diese Tiere ihre Population verkleinern. Sie können beim Blütenbesuch beobachtet werden und legen auch größere Strecken zurück. Die Eiablage beginnt Ende Juni und die Eier werden über dem Erdboden an Sträuchern, Spannseilen oder anderen Objekten abgelegt und befestigts. Es können auch sogenannten Eispiegel installiert werden.

 

Durch kleinere Windböen können die Eier so etliche Kilometer weit transportiert werden. Die schlüpfenden Raupen werden dann von September bis Mai aktiv. Die Ei raupen verzehren zunächst die Eihülle und seilen sich dann ab. Die Raupen sind dann noch ausschließlich tagaktiv, erst ab dem dritten Larven Stadium werden dann auch die Larven schon nachtaktiv und verstecken sich tagsüber am Boden. Als Futter dienen Ihnen hier krautige Pflanzen und Holzgewächse. Die anschließende Verpuppung findet dann von April bis Juni in Erdhöhlen statt.

 

Die ausgewachsenen Falter ernähren sich durch Saugen von Nektar von verschiedenen Blütenpflanzen. Im Herbst können diese Falter auch den Saft von Fallobst verzehren. Die wohl effektivste Möglichkeit, um diese Insekten präventiv loszuwerden sind Fliegengitter. Durch diese gelingt es den Faltern nicht mehr in die Räume einzudringen und man hat seine Ruhe.

 

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Warum muss man die Hausmutter bekämpfen?

Entgegen der Meinung von vielen, ist die dieses Insekt kein Schädling, da sie weder Krankheiten überträgt noch Vorräte befällt. Sie wird leider oft mit Mitten verwechselt und deshalb bekämpft. Der einzige Faktor weshalb diese Exemplare als lästig einzustufen sein könnten, ist ihr Nachtaktives Verhalten und das anfliegen von Lichtquellen, was besonders bei größeren Exemplaren ein nerviges Problem sein kann.

 

Man sollte diese Falter nicht mit den deutlich kleineren und länglicheren Motten verwechseln, welche anders als diese Falter zu den Schädlingen gehören, da diese Ihre Eier in Ihre Lebensmittel legen würden. Ein Risiko bürgt jedoch die Raupen der Falter, da diese die Gewächse in ihrem Garten als Nahrung nutzen würden und die Blätter so mit der Zeit löchrig erscheinen würden. Hier würde es sich empfehlen dem entgegen zu Wirken.

Hausmutter bekämpfen – chemisch oder biologisch?

Eine Möglichkeit die Falter loszuwerden, ist der Einsatz von Insektiziden wie Pyrethrum oder das synthetischen Pyrethroiden. Diese Mittel werden direkt auf die Tiere gesprüht und schädigen diese nachhaltig. Nach dem Einsatz dieser Mittel muss die Wohnung gründlich gelüftet werden, da es sich um einen chemischen Stoff handelt. Besonders wenn sie kleine Kinder oder Haustiere haben, sollten Sie auf den Einsatz solcher Mittel verzichten. Gute biologische Alternativen sind beispielsweise ein Laugengemisch aus Wasser und Spülmittel. Alternative Mittel aus dem Baumarkt sind die folgenden:

 

  • Leimring
  • Raupen-Sauger

Der Leimring wird über den Baum gespannt, wodurch die Raupen in diesem Leim hängen bleiben und nicht die Blätter erreichen. Bei einem sehr starken befall bietet es sich auch an, einen Raupen-Sauger auszuleihen, mit welchem sich binnen kürzester Zeit eine große Anzahl an Schädlingen entfernen lassen.

 

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Hausmutter bekämpfen – Hausmittel

Die ersten Hausmittel, welches gegen Falter sehr gut wirken sollen, wirken durch ihren abschreckenden Duft. Diese Hausmittel wirken durch Ihren Duft:

 

  • Orangenschalen, idealerweise in Fensternähe
  • Lavendelöle
  • Zedernholz
  • Tabak oder Tabakasche
  • Algenkalk oder Knoblauch

Die Raupen, welche auf den Gewächsen auf Futtersuche sind, lassen sich mit einem Laugengemisch in einer Sprühflasche von den Blättern spülen und anschließend vom Boden aufsammeln. Sie können die Pflanzen auch mit etwas Tabak oder Asche bestäuben, jedoch sollten sie hier gering dosieren, da sonst nicht nur die Falter und Raupen abgeschreckt werden, sondern auch die Pflanze angegriffen wird. Auch von Blättern, welche mit Algenkalk oder Knoblauch bedeckt sind, werden von den Raupen gemieden.

 

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Hausmutter Eier vernichten – ideale Vorbeugung?

Auch die Eier können mit Insektiziden oder Pestiziden bekämpft werden, jedoch birgt diese Behandlung auch hier erhebliche Risiken für Kinder und Haustiere. Des Weiteren wird bei dem Einsatz dieser Mittel empfindlich in das Ökosystem eingegriffen und etliche Insekten gefährdet, welche einen erheblichen Nutzen haben. Aus diesen Gründen sollte der Einsatz solcher Mittel deshalb die letzte Wahl und wohl überlegt sein.

 

Sie können dem Legen der Eier jedoch ideal vorbeugen, wenn Sie den Boden mit einem Gemisch aus Wasser und Orangen oder Tabakasche besprühen, da diese Gerüche als sehr unangenehm empfunden werden und somit andere Stellen für die Eierablage aufgesucht werden.

Fazit

Die Besuche der Hausmutter lassen darauf schließen, dass in der Umwelt noch alles okay ist und ideale Bedingungen in der Natur vorherrschen. Wir sollten uns also nicht allzu sehr von den Flügen gegen unsere Lampen nerven lassen, sondern froh sein, dass sich diese Falter wohl bei uns fühlt und die Natur im Einklang ist.

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