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ᐅ Borreliose – was ist das eigentlich? Infos alle hier [2022]

Autor: Karl-Tim Ibald

Ein  anderer Name für die Krankheit ist Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit. Es ist eine Krankheit, welche Zecken übertragen. Sie kann deutschlandweit übertragen werden. Am häufigsten tritt sie zwischen Juni und August auf.  Der Stich einer Zecke bedeutet nicht zwangsläufig, dass es zu einer Ansteckung kommt. Je eher die Zecke entfernt wird, umso geringer ist die Gefahr einer Infektion.

 

Was ist Borreliose?

Meist ist nach einem Zeckenstich die Haut betroffen, doch auch das Nervensystem sowie das Herz und die Gelenke können befallen werden. Der Erreger nennt sich Borrelien. Übertragen wird er durch den Stich einer Zecke. Meist wird eine Infektion gar nicht bemerkt. Ein Zeichen, welches typisch ist, für einen Zeckenstich, ist die sogenannte Wanderröte. Sie tritt bei rund 90 Prozent der Fälle auf. Neben der Wanderröte kann es auch zu grippalen Beschwerden kommen, wie Glieder- und Kopfschmerzen sowie Fieber.

Ursachen von Borreliose

  • Die Bakterien, welche sie auslösen, werden größtenteils erst gegen Ende des Saugakts der Zecke übertragen. Das Tierchen hat dann genug Blut aufgesaugt. Danach würgt sie ihren Mageninhalt in die kleine Stichwunde. Von Mensch zu Mensch kann die Krankheit nicht übertragen werden. Je älter ein solches Tier ist, umso größer die Gefahr, dass der Erreger in ihr steckt. Sie infiziert sich durch kleine Nagetiere sowie andere Waldbewohner.  Die Plagegeister selbst erkranken nicht, aber die Infektion überlebt in deren Magen-Darm-Trakt.
  • Sie leben auf Blättern, Gräsern und im Gebüsch. Blitzschnell können sie von dort aus auf Menschen und Tiere, die vorbeikommen, überspringen. Das Blut suchen sie sich an Stellen, die warm, feucht und dunkel sind. Gerne nehmen sie sich die Achseln vor sowie die Schamregion. Doch auch jede andere Stelle am Körper kann betroffen sein.  Die Übertragung erfolgt nicht sofort, sondern erst, wenn der Parasit schon mehrere Stunden das Blut gesaugt hat.
  • Wird das Tierchen innerhalb der ersten 24 Stunden entfernt, ist die Gefahr einer Ansteckung gering. Sollte sie länger auf dem Körper verbleiben, wird das Risiko zu erkranken größer. Verschiedene Bakterienarten können übertragen werden. Dazu gehören Borrelia burgdorferi, die Borrelia spielmanii, die Borrelia garinii und die Borrelia afzelii. Alle gehören zum Komplex der Borrelia burgdorferi. Die Bakterien wandern vom Darm zur Speicheldrüse des Tieres und gelangen durch den Stichkanal ins Blut.

Borreliose – die Symptome

Ein erstes typisches Anzeichen ist die Entzündung der Haut, die Wanderröte. Es kommt zu einer kreisförmigen Rötung um den Zeckenstich herum. Sie breitet sich ringförmig aus, bis ihr Umfang ungefähr fünf Zentimeter beträgt. Es kann nach einigen Tagen bis Wochen zu dieser Rötung kommen. Darauf folgt eine unspezifische Reaktion. Die Rötung, die ein wenig geschwollen ist, geht meist über eine Größe von fünf Zentimeter hinaus. Innerhalb weniger Tage kommt es zur Rückbildung. Rund 80 bis 90 von 100 Erkrankten, haben diese Wanderröte. Sie juckt nicht und ist so leicht zu übersehen.

 

In den ersten Wochen können grippeähnliche Symptome auftreten. Dazu gehören Schmerzen in den Gelenken, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen sowie eine erhöhte Temperatur oder auch Nachtschweiß. Diese Symptome können in Kombination mit der Wanderröte auftreten oder auch separat. Beide Male sind sie ein Zeichen dafür, dass die Infektion sich ausbreitet. Ein Anzeichen, welches seltener zu sehen ist, sind vereinzelte blaurote Knötchen in der Haut. Es sind die Borrelien-Lymphozytome und sie sind die Reaktion auf die eingedrungenen Bakterien. Die Knötchen verursachen keine Schmerzen und sind weich. Sie können an jeder Stelle des Körpers auftreten. Besonders die Ohren, der Genitalbereich und die Brustwarzen, sind meist betroffen.

 

Von einhundert Erkrankten treten bei wenigen Personen Erkrankungen des Nervensystems auf. Ein stechender, brennender Schmerz ist ein häufiges Zeichen für die Neuroborreliose. Insbesondere in der Nacht kommt es zu Schmerzen. Meist treten sie gürtelförmig auf und können auch die Orte wechseln. Schmerzmittel helfen dagegen kaum. Die Nervenreizungen verursachen Sehstörungen, Hörstörungen und Taubheitsgefühle. Lähmungen können ebenfalls auftreten, wovon besonders die Gesichtsnerven und die Nerven in den Armen und Beinen betroffen sind. Hinzukommen können weitere neurologische Symptome. Sehr selten kommt es zu Schlaganfällen.

Diagnose von Borreliose

Es ist größtenteils keine aufwändige Voruntersuchung nötig, um die Erkrankung zu diagnostizieren. Die ersten typischen Symptome, wie die Wanderröte reichen aus, um eine Diagnose zu stellen. Eine Blutuntersuchung ist nicht nötig. Sollten nach dem Biss weitere Symptome auftreten, wie Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen, gibt es verschiedene Verfahren, welche der Arzt anwenden kann, um eine Infektion zu bestätigen oder auszuschließen.

 

Der Antikörpernachweis ist eine weitere Methode für einen Nachweis. Damit kann festgestellt werden, ob im Körper Antikörper gegen den Erreger vorhanden sind. Mit einer Blutuntersuchung lässt sich das untersuchen. Bei einem positiven Befund bedeutet das aber nicht zwangsläufig, dass es zu einer Lyme-Borreliose gekommen ist. Erst wenn sich zusätzliche Symptome zeigen, wie Schmerzen in den Gliedern, die Wanderröte, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Fieber oder Lymphknotenschwellungen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung gegeben.

 

Eine weitere Möglichkeit zur Feststellung sind Suchtests und Bestätigungstests. Zu den Suchtests gehört der Elisatest, welcher in den Bereich der Antikörpernachweise gehört. Die Bestätigungstests sind aufwendiger, wozu auch der Immuno-Blot gehört sowie der Western-Blot. Mit diesem Test kann sichergestellt werden, dass der positive Suchttest auch wirklich positiv ist. Daher wird, sofern ein Suchtest positiv ausgefallen ist, noch am selben Tag ein Bestätigungstest gemacht. Es besteht auch die Möglichkeit, mit einem Test im Nervenwasser nach Antikörpern zu suchen. Er sollte gemacht werden, wenn es Anzeichen dafür gibt, dass das Gehirn oder das Rückenmark von der Infektion betroffen sind. Der Arzt entnimmt Nervenwasser.

Wie behandelt man Borreliose?

Im Falle einer Erkrankung wird diese mit Antibiotika behandelt. Je schneller eine Behandlung eingeleitet wird, umso schneller verschwinden die Symptome. Zudem ist das Risiko geringer, dass es zu Komplikationen kommen kann, wenn eine frühzeitige sowie richtige Behandlung erfolgt. Die Art der Antibiotika bestimmt der Arzt.

 

Abhängig sind sie unter anderem von den Symptomen, die auftreten, dem Alter des Patienten sowie dem Bestehen einer Schwangerschaft oder nicht und ob gestillt wird. Wird sie früh erkannt und es zeigen sich außer der Wanderröte keine weiteren Symptome, wird meist Doxycyclin oder Amoxicillin verabreicht. Wie lange diese eingenommen werden sollen, ist abhängig davon, wie lange die Symptome bereits andauern und wie schwer diese sind.

 

Das Doxycyclin wirkt sehr gut und wird von den meisten Menschen gut vertragen. Schwangere dürfen es aber nicht einnehmen. Sie erhalten das Amoxicillin. Dieses Medikament bekommen auch stillende Mütter, wenn eine frühe Borrelioseerkrankung vorliegt. Sowohl Erwachsene, als auch Kinder ab dem neunten Lebensjahr können Doxycyclin einnehmen. Kinder unter neun Jahren nehmen größtenteils das Amoxicillin ein oder ein anderes Antibiotikum.

 

Durch das Doxycyclin können sich die Zähne verfärben und es kann zu Schäden am Zahnschmelz kommen. Daher ist es erst für Kinder geeignet, bei denen die Bildung des Zahnschmelzes abgeschlossen ist. Sofern eine Allergie gegen das eine oder das andere Mittel vorliegt, können Cefuroxim und Azithromycan als alternatives Antibiotika gegeben werden.

Krankheitsverlauf von Borreliose

Das erste Stadium begrenzt sich auf die Haut. Es kommt zur Wanderrötung nach einigen Tagen oder Wochen. Nicht bei allen tritt sie auf, was eine Diagnose erschwert. Das Immunsystem kann meistens die Borrelien, die sich in der Haut befinden, vernichten. Im zweiten Stadium  kommt es zur Ausbreitung auf den Kreislauf und die anderen Organe.

 

Meistens ist das Nervensystem betroffen, der Herzmuskel und die Gelenke. Das Immunsystem beginnt dann durch die Antikörperbildung den Kampf gegen die Erreger aufzunehmen. Dies führt zu einer starken Reduktion der Parasiten. Sie ziehen sich in die Organe zurück. Dort kann das Immunsystem sie fast nicht erreichen. Es kommt zu einer chronischen Borreliose.

 

Im dritten Stadium tritt diese auf. Insbesondere das Gehirn, die Haut, die Gelenke, die Muskeln sowie die Nerven sind in diesem Stadium betroffen. Sofern die Nerven sowie das Gehirn befallen sind, handelt es sich um eine Neuroborreliose. Sie kann Spätfolgen nach sich ziehen. Es ist eine tickende Zeitbombe. Wann es zu den Symptomen kommt, kann nicht vorhergesagt werden. Es kann auch erst nach Jahren zu einem Ausbruch kommen.

Borreliose effektiv vorbeugen – so geht’s

In Gebieten, wo das Risiko erhöht ist, sollte lange Kleidung getragen werden. Am besten ist es, geschlossene Schuhe zu wählen, langärmelige Hemden und lange Hosen. Die Hosenbeine sollten in die Socken gesteckt werden. Es gibt im Handel mückenabweisende Mittel, die auch gegen Zecken wirken. Einfach auf die Haut aufsprühen oder diese einreiben. Bis zu vier Stunden wirken diese Mittel. Nach einem Aufenthalt draußen ist es wichtig den Körper nach den Tierchen abzusuchen. Die Kopfhaut sollte bei Kindern besonders gut untersucht werden, die Gegend in den Leisten und die Kniekehlen.

 

Untersucht werden sollte auch die Kleidung. Zecken können bis zu drei Tage in dieser überleben. Auf hellen Kleidungsstücken sind die Krabbeltierchen besser zu erkennen. Das Fell der Haustiere sollte nach jedem Aufenthalt im Freien untersucht werden. Sollte eine Zecke gefunden werden, muss diese umgehend entfernt werden. Wichtig ist, dass der Kopf des Tierchens auch entfernt wird.

Fazit

Gerade im Sommer sind Zecken draußen unterwegs. Ein Zeckenbiss bedeutet nicht automatisch, dass es zu einer Infektion kommen muss. Oftmals zeigen sich trotz einer Infektion auch gar keine Symptome. Ein typisches Zeichen für eine Infektion ist eine Rötung der Haut. Es gibt verschiedene Stadien der Infektion. Wichtig ist, dass das Tierchen, wenn es gefunden wird, umgehend entfernt wird. Eine Erkrankung kann sich auch erst viele Jahre später bemerkbar machen.

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